Episode 45 – Judith Kölblinger, wie bildet man eine Tango Community?

Was braucht es zur Bildung einer lebendigen Tango-Community? Judith Kölblinger hat Erfahrungen gesammelt.

Wer in Berlin, München oder Wien lebt, und Tango tanzt, hat es gut. Ein enorm großes Angebot an Unterricht, Practicas, Milongas und sonstigen Tango-bezogenen Veranstaltungen machen die Wahl der Qual schwer. Mit Einschränkungen, die in solchen Städten leicht zu beobachten sind. Man geht halt nur „da“ hin, aber nicht „dort“ hin. Weil „da“ gibt es den richtigen, einwandfreien Tango, „dort“ aber nicht. Eine Einstellung, die zu einem Gutteil auch an so manchen Tango-Anbietern liegt, die Konkurrenz in Form anderer Anbieter grundsätzlich als bedrohlich empfinden.

In einem kleineren Tango-Ort wie Salzburg wäre eine solche Abschottung allerdings eher bedrohlich für alle Anbieter, auch wenn es ihnen gelingt, ihre eigenen Tango-Schäfchen nur um sich zu scharen. Denn das reicht für eine dauerhafte Existenz als Tango-Veranstalter sicher nicht.

Judith Kölblinger hatte ein anderes Modell vor ihren Augen, als sie den Verein „Tango in Salzburg“ etabliert hatte. Justament zu der Zeit, als die Corona-Zeit harte, und leider auch bleibende Einschnitte verursacht hatte, begann sie mit der Umsetzung ihres Anliegens, die verschiedenen lokalen Veranstalter durch Kooperation statt Konkurrenz zu vernetzen.

Heute betreibt der Verein gezielte Nachwuchsförderung und fördert eine lebendige, inklusive Gemeinschaft. Das Ziel bleibt, Salzburg über die Festspiele hinaus als eine bedeutende Tangostadt zu etablieren. Ja, Ziele muss man sich einfach setzen.

Mit Judith und einem weiteren Gast spreche ich über die Bausteine einer prosperierenden Tango Community, über das Eigenbild einer Tango-Gemeinde in einer kleineren Stadt, über aktuelle Tango-Ereignisse in Salzburg, über Tango an außergewöhnlichen Orten, und natürlich auch über das Tango-Tanzen an sich.

https://www.salzburg-tango.com

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